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Hoffnung lohnt sich

Wer sein geliebtes Tier vermisst und die Qualen kennt, die man erleidet, wenn die Ungewissheit über das Schicksal des Tieres einen fast um den Verstand bringt, soll aus den beiden nachfolgenden wahren Geschichten Mut und Hoffnung schöpfen.

Einem älteren, sehr tierlieben, Ehepaar aus Kaufungen, das selbst eine Katze hat, war ein stattlicher Kater zugelaufen, der sich in ihrem Schuppen eingenistet hatte. Der Kater wollte gerne ins Haus, die vorhandene Katze jedoch duldete dies nicht. Also wurde ihm ein warmes Plätzchen im Schuppen zur Verfügung gestellt.

Nun sollte überprüft werden, ob der Kater vielleicht kastriert/tätowiert ist. Alle Versuche, dem Tier näher zu kommen, schlugen fehl, denn der Kater dachte gar nicht daran, einen Menschen an sich heranzulassen und fiel seinen Versorger förmlich an. So versuchte man ca. 2 Monate, das Tier zahmer zu machen, aber nichts ging. Daher wandte man sich an CAT-CARE, denn es blieb nur noch der Weg, den Kater mit einer Falle einzufangen und zum Tierarzt zu bringen.

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Es bedurfte einer Sedierung, um ihn zu bändigen. Aber siehe da: Der Kater war tatsächlich tätowiert. Dummerweise ergab unsere Anfrage beim zentralen Haustierregiester TASSO, dass das Tier nicht registriert war. Aber man konnte uns Gott sei Dank sagen, welcher Tierärztin die Tätowierung zuzuordnen war. Das half uns weiter, denn die Ärztin konnte anhand ihrer Datenbank die Besitzerin des Katers ermitteln.

Diese war am Telefon total ungläubig, brachte vor lauter Tränen kaum ein Wort heraus und konnte nicht fassen, dass ihr Kater noch lebte. Er wurde bereits seit mehr als 1 ½ Jahren schmerzlich vermisst. Sofort setzte sie sich ins Auto, um ihren geliebten Kater zu holen. Das fremden Personen gegenüber so aggressive Tier kuschelte sich sofort in ihre Arme und beide waren überglücklich, sich wiederzuhaben. Ein paar Tage später rief sie an, bedankte sich tausendmal und schilderte, das der Kater sofort seine alten Lieblingsplätze aufgesucht habe.

In einem anderen Fall wurde uns ein Kater gemeldet, der in der Nordstadt von Kassel bereits seit Jahren von einer alten Dame in einem Schrebergarten gefüttert wurde. Nun war der Kater ihrer Ansicht nach krank und sollte tierärztlich behandelt werden. Daher rief man uns zu Hilfe. In der Klinik wurde der Kater zur eingehenden Untersuchung sediert und zunächst wurde keine Kennzeichnung entdeckt. Es bot sich somit an, ihm nun, da er bereits in Narkose lag, eine Tätowierung zu setzen, damit er registriert und künftig zugeordnet werden könnte. Bei der Entfernung der Ohrhaare zur Vorbereitung fand man dann aber doch noch eine Tätowierung, bzw. die verblassten und schlecht lesbaren Überreste einer solchen. In mühevoller Detetkivarbeit gelang es uns gemeinsam mit Tasso eine Registrierung ausfindig zu machen, welche von der Tierbeschreibung und von den lesbaren Überresten der Tätowierung her passend erschien. Da keine Telefonnummer gemeldet worden war, fuhren wir zur gemeldeten Adresse und hinterließen einen Zettel im Briefkasten, dass man uns bitte anrufen möge. Als die Dame dann anrief, war sie völlig fassungslos und ungläubig, dass es sich tatsächlich um ihren Kater handeln könne, denn er wurde bereits seit gut 3 Jahren vermisst!!! Dennoch fuhr sie sofort in die Klinik, um sich den Kater anzusehen. Und tatsächlich fand sie dort den so lange vermissten Kater vor und durfte ihn kurz darauf mit nach Hause nehmen. Über die ganzen 3 Jahre (es fehlten nur noch zwei Wochen) hatte sich der Kater nur ca. einen Kilometer weit von daheim weg befunden...

Hoffnung lohnt sich also! Auch wenn schon eine relativ lange Zeit seit dem Verschwinden vergangen ist. Lesen Sie weiterhin die Zeitungsinserate über zugelaufene Tiere, vielleicht können auch Sie dann ihr geliebtes Tier irgendwann wieder in die Arme schließen.

Und bitte vergessen Sie nicht: Tätowieren alleine reicht nicht, bitte lassen Sie Ihr Tier auch bei TASSO e.V. registrieren. Nur so kann Ihr Tier im Falle des Entlaufens identifiziert und an Sie zurück gegeben werden!